Pressemitteilung

Büchel, 27.03.2017

  1. März: Blockade am Atombombenstützpunkt Büchel zum Beginn von UN-Atomwaffenverbots-Verhandlungen

Am Montag, den 27. März, blockieren Aktivist_innen den Fliegerhorst Büchel in der Eifel. Dort sind die 20 Atombomben stationiert, die der Bundeswehr im Rahmen der nuklearen Teilhabe der NATO zugeordnet sind. Regelmäßig finden dort Übungen zum völkerrechtswidrigen Einsatz der Atomwaffen statt.

Am selben Tag beginnen bei den Vereinten Nationen in New York Verhandlungen zu einem weltweiten Verbot dieser Massenvernichtungswaffen. Allerdings boykottiert die Bundesregierung diese Verhandlungen trotz ihres im Koalitionsvertrag festgehaltenen Bekenntnisses zu einer „atomwaffenfreien Welt“.

Die Aktivist_innen sind empört über diese Scheinheiligkeit. Sie fordern einerseits eine deutsche Beteiligung an der zweiten Verhandlungsrunde im Juni und Juli. Andererseits ist gemäß des Bundestagsbeschlusses vom 26. März 2010 der sofortige Abzug der Atombomben aus Deutschland durchzuführen. Die milliardenschwere Modernisierung des Atomwaffenarsenals und der dafür nötigen Tornado-Jagdbomber muss entsprechend gestoppt werden.

Die Blockade ist der Auftakt der 20-wöchigen Aktionspräsenz der Kampagne „Büchel ist überall — atomwaffenfrei.jetzt“. In den Wochen zwischen dem 26. März und dem 9. August sollen so viele Aktionen wie möglich am Fliegerhorst stattfinden, um ein klares Zeichen gegen Atomwaffen und Militarismus zu setzen. Neben engagiertenEinzelpersonen wurde die Aktion am Montag unter anderem von JunepA, dem Jugendnetzwerk für politische Aktionen initiiert, das schon mehrere Blockaden und auch eine Besetzung der Landebahn durchgeführt hat.

weitere Infos: 0151 53206000