Büchel-Blockade sitzt!

30MärzUngefähr 20 Aktivist_innen blockieren sitzend und mit 3 Tripods die beiden Hauptzufahrten zum Atomwaffenlager in Büchel!

Hier ist unsere Pressemitteilung:

30.3.2015, 4 Uhr

Seit heute morgen, 4 Uhr, blockieren 20 Aktivist_innen der Friedens- und
der Antimilitarismusbewegung sämtliche asphaltierten Zufahrten zum
Fliegerhorst Büchel. Dieser ist der letzte Militärstützpunkt in der BRD,
auf dem bekanntermaßen Atomwaffen lagern. Die Aktiven blockieren die
Zufahrten auf dem Boden sitzend und einige sind auf mehrere hohe Tripods
(Dreibeine) geklettert. Dadurch ist ein normaler Betriebsablauf nicht
möglich, da Soldat_innen, Angestellte und Versorgungsfahrzeuge den
Stützpunkt nicht befahren können. Der morgendliche Schichtverkehr kann
deshalb nicht stattfinden. Die Aktion ist Teil des Projekts büchel65,
bei dem an möglichst vielen der letzten 65 Tage vor der wichtigen
Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York der
Fliegerhorst blockiert werden soll.

Die vom Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA) initiierte, aber
von vielen Aktivist_innen gemeinsam durchgeführte Blockade soll für
unbestimmte Zeit weiter aufrechterhalten werden. “Wir halten unsere
Blockade für ein legitimes Mittel – wir wollen uns dem alltäglichen
Morden durch Militär, an dem auch die Bundeswehr beteiligt ist,
entgegenstellen und die Gefahr durch Atomwaffen stoppen. Krieg beginnt
hier, und deswegen wollen wir ihn hier beenden!” führt eine_r der
Aktivist_innen aus.

Auf dem Militärstützpunkt Büchel sind Soldat_innen aus der BRD und den
USA stationiert. Letztere haben die Kontrolle über die Atomwaffen,
allerdings würden mit Bundeswehrsoldat_innen besetzte Flugzeuge die
Raketen letztendlich an ihr Ziel tragen. Schon seit Jahren gibt es
regelmäßig Aktionen am Fliegerhorst, meist organisiert durch die
Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA). Zuletzt gab es im
Sommer 2014 ein Aktionscamp, bei dem ebenfalls die Zufahrtsstraßen
blockiert wurden. Im Rahmen von büchel65 fand am 26. März bereits eine
Auftaktblockade statt.

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