Atomwaffen? Könnt ihr knicken!

+++ Termin: 2.-11. August +++

atomwaffenAtomwaffen erscheinen uns, da wir den überwiegenden Teil unseres Lebens im 21. Jahrhundert verbracht haben, wie ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit. Bedrohlich, dunkel, doch irgendwie in unserem Gegenwartsbewusstsein nicht mehr wirklich existent. Wie auch – nach Jahrzehnten der Abrüstungspolitik ist dieses Problem doch gelöst. Oder?

Mitnichten. Noch immer gibt es in ganz Europa Militärstützpunkte, auf denen Atomwaffen – zumeist US-Amerikanische – einsatzbereit gelagert sind. Auch in Deutschland – auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz, nahe Koblenz. Dort ist die Bundeswehr an etwas beteiligt, dass sich „nukleare Teilhabe“ nennt. Die Sprengköpfe dort unterliegen der Kontrolle von US-Soldaten, sollte aber der Einsatzbefehl kommen, werden sie an deutsche Flugzeuge übergeben, die sie in ihr Ziel tragen.

Ein Abziehen der Atomwaffen aus Büchel und deren anschließende Vernichtung sind zur Zeit nicht in Sicht. Im Gegenteil, die US-Regierung plant derzeit die Modernisierung der Waffensysteme. Unter anderem sollen sie ein Lenkflugsystem erhalten – was sie potentiell zu noch tödlicheren Waffen macht. In Büchel, dem „Schlüssel zur Abrüstung“, ist eben diese zum Stillstand gekommen.

Bereits seit Jahren ist deshalb die Friedensbewegung in Büchel aktiv. Zuletzt im Sommer 2013 organisierte die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA) eine 24-Stunden Blockade des Fliegerhorsts. Für den Protest in Büchel war der Übergang zum zivilen Ungehorsam ein großer Schritt. Die Friedensbewegung versucht sich an radikaleren Formen des Widerstands.

In diesem Jahr gilt es eine schwierige Situation zu bewältigen: Erneut soll es im August Proteste geben. Im Rahmen eines Blockadecamps soll vom 2.-11. August der Betriebsablauf gestört werden. Das gesamte Projekt ist kleiner und auf weniger Ressourcen ausgelegt, soll aber dennoch über einen längeren Zeitraum gehen als 2013. Erst die Praxis wird zeigen, was in diesem Jahr möglich ist.

Auch Menschen aus dem Jugendnetzwerk für politische Aktionen wollen sich an Planung, Vorbereitung und Durchführung der Aktionen beteiligen. Unsere AG Büchel war die erste Gruppe, die konkret Interesse an der Organisation einer Blockade anmeldete – hoffentlich werden es noch viele mehr werden. Am 5. August werden wir möglichst viele Tore des Fliegerhorsts dichtmachen. Dafür suchen wir die Zusammenarbeit mit lokalen politischen Jugendgruppen. Am Vortag werden wir ein Vernetzungstreffen und ein Aktionstraining durchführen.

Kommt mit uns nach Büchel. Für genauere Informationen seht auf die betreffende Unterseite unserer Website, oder schreibt uns an kontakt-junepa[at]riseup.net.

Wir sehen uns in Büchel!

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